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Fahrlehrer wechseln?
Problem Motorrad-Grundfahrübungen

Motorradfahren lernen

Motorradfahren ist nicht etwa wie Autofahren nur mit einem anderen Fahrzeug. Es gibt viele besondere Merkmale beim Motorradfahren, welche dem Anfänger Schwierigkeiten bereiten können, die für den ambitionierten Biker aber den besonderen Reiz des Motorradfahrens ausmachen. Dem ohnehin gestressten Motorrad-Fahrschüler jedoch sollte das Leben durch ungünstige Bedingungen nicht unnötig schwer gemacht werden.

Optimale Voraussetzungen

Das ideale Motorrad zum Lernen ist nicht unbedingt das Model welches gerade "in" ist, sondern sollte für die Körpergröße des Schülers passend sein.
Für kleinere Schüler sollte die Sitzhöhe zur Beinlänge passen, man muss beide Füße gleichzeitig bequem auf dem Boden aufsetzen können. Die Armlänge muss passen, indem man bei vollem Lenkeinschlag in normaler Sitzhaltung den entfernteren Griff des Lenkers und eventuelle Schalter sowie den jeweiligen Hand-Hebel bequem erreichen und bedienen kann.

Der Fahrlehrer ist bei Ihnen

Ihr Fahrlehrer sollte Sie möglichst per Motorrad begleiten und immer voll auf Sie konzentriert sein. Bei den Grundfahrübungen sollte der Fahrlehrer nicht ständig telefonieren oder sich mit Kollegen oder anderen Personen unterhalten. Er sollte sich voll auf Ihre Fahrweise konzentrieren und konstruktive Hinweise zur Bewältigung der Probleme geben.

Grundfahraufgaben

Es gibt verschiedene Grundfahraufgaben, die auch Teil der Führerscheinprüfung sind und die Grundfahrübungen sind ein fester Bestandteil der Fahrausbildung für den Motorrad-Führerschein.
Das Beherrschen der Grundfahrübungen ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung von plötzlich auftretenden schwierigen oder gefährlichen Situationen beim Motorradfahren.

Die Aufgaben umfassen:
  1. Fahren mit Schrittgeschwindigkeit
  2. Ausweichen ohne Abbremsen
  3. Ausweichen nach Abbremsen
  4. Stop and Go
  5. Kreisfahrt
  6. Slalomfahrten verschiedener Art
  7. Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung (Gefahrbremsung)

Übung Langsamfahrt

Diese Übung wird oft unterschätzt. Im Schritttempo motorradfahren ist nicht einfach und intensive Übung ist für den Fahrschüler unerläßlich.
Das langsame Fahren und dabei in der Spur bleiben, erfordert bei dichtem Verkehr und im Stau ein hohes Maß an Geschicklichkeit.

Übung Slalomfahrt

Bei der Slalomfahrt sind folgende Regeln besonders wichtig:

  1. Den Blick nicht auf das nächste Hütchen, sondern weiter vorraus.

  2. Mit schleifender Kupplung und ein wenig Gas (Anfahrgas) fahren.

  3. Die Hinterradbremse leicht einsetzen und damit die Geschwindigkeit etwas verzögern.

  4. Keinesfalls die Handbremse benutzen.

  5. Sagen Sie sich bei jedem neuen Versuch: Diesmal mach ich's richtig und denken Sie nicht mehr an das letzte Mißgeschick.

  6. Der Fahrlehrer sollte sehr genau beobachten und Hinweise zu allem, auch zum Lenken und zur Sitzhaltung geben.

Motorrad Sicherheitstraining

Sehr zu empfehlen:
DVD Motorrad Sicherheitstraining:
Fahrlehrer Guido Karrasch zeigt Ihnen in übersichtlichen Abschnitten, wie man mit dem Motorrad spezielle Übungen sicher bewältigt.
Lesen Sie die Produktbeschreibungen und Kundenrezensionen und Sie werden erkennen, dass diese DVD eine große Hilfe für Sie sein könnte.
Je öfter Sie sich diese Übungen ansehen, umso sicherer werden Ihre Sinne das perfekte Verhalten nachvollziehen können.

Sie schaffen das!

Unlösbare Aufgaben sollten vermieden werden. Alle Fahrübungen sollten mit leichten Anforderungen begonnen und allmählig schwieriger werden.
Bei den Grundfahrübungen wirkt sich auch die bisherige Erfahrung im Zweiradfahren aus und mancher benötigt vielleicht einige Übungsstunden mehr.
Härtere Kritik des Fahrlehrers hilft dann wenig und der Schüler freut sich schon über ein einfaches: "Das war schon mal garnicht so schlecht! - Weiter so!"
So sollte es sein: Der Schüler ist nicht das Problem und der Fahrlehrer ist nicht das Problem. Das Problem ist die Aufgabe - und die werden wir schaffen.

Wenn die Hoffnung schwindet

Wenn Sie überzeugt sind, dass es besser für Sie ist, die Fahrschule zu wechseln, sollten Sie sich ansehen, wie andere Fahrschulen die Grundfahrübungen durchführen. Das ist oft sehr aufschlussreich.

Neue Kraft durch neuen Anfang

Wenn ein Fahrschüler bereits viele Fahrstunden gemacht hat und in der Fahrprüfung öfter als einmal durchgefallen ist, sucht er nach Gründen für den Mißerfolg. Neben Fahrschule und Prüfer hat der Fahrschüler natürlich die schwächste Position, er hat nicht die erforderliche Leistung erbracht. Wenn der Schüler seiner Fahrschule vertraut, wird er weitermachen und die Aussichten für einen Erfolg bei der nächsten Prüfung sind nicht schlecht. Man kann solche Situationen aber nicht vergleichen, der Fahrschüler kann durchaus der Ansicht sein, die Fahrschule oder der Prüfer seien mitschuldig an seinem Versagen. Doch das führt zu nichts. Oft hilft dann ein Fahrschulwechsel zu neuem Optimismus und der Erfolg bleibt nicht aus.


Ein Fahrlehrer ist kein Fussballtrainer

Bei der Ausbildung im Motorradfahren und der Vorbereitung zur Prüfung geht es nicht um Gewinn oder Niederlage. Wenn der Fahrlehrer an den Fähigkeiten des Fahrschülers noch Zweifel hat, darf er ihn nicht zur Prüfung anmelden. Das gilt für das Motorradfahren in besonderem Maße. Wenn ein Schüler noch Mängel in der Ausbildung hat, aber mit Glück die Prüfung bestehen würde, bestände für ihn und andere Lebensgefahr. Es ist jedoch auch für den besten Fahrlehrer nicht so einfach, die Reife eines Motorradschülers sicher einzuschätzen. Einen Autofahrschüler kann der Fahrlehrer besser in gefährlichen Situationen testen, da er, wenn es riskant wird, auch sehr spät noch eingreifen kann. Bei der Motorradausbildung ist das nicht möglich, dabei muss der Fahrlehrer immer rechtzeitig eine konkrete Gefahrensituation verhindern.

Ein Beispiel

An einer Straßenstelle mit einer verdeckten Gefahr, die von den meisten Fahrschülern nicht als solche erkannt wird, kann er einen Autoschüler testen, ob dieser die Gefahr schon selbständig erkennt, indem er keine Hinweise gibt. Wenn der Fahrschüler den Fuß nicht vom Gaspedal nimmt, wird der Fahrlehrer im letzten Moment eine Vollbremsung machen und weiß dabei, dass der Fahrschüler in einer fremden Stadt eine solche oder ähnliche Gefahr noch nicht erkennen kann. Einen derartigen Test kann er mit einem Motorradschüler jedoch nicht durchführen, denn ein Eingriff in letzter Sekunde ist ihm nicht möglich. Es dauert einfach zu lange, bis er dem Schüler über Funk einen Befehl zum Bremsen gibt, dieser verstanden hat und die Bremsung schließlich durchführt. In der Zeit könnte es schon zu einem schlimmen Unfall kommen. Solche Tests in gefährlichen Situationen sind nicht möglich, die Sicherheit des Schülers geht vor.

Gefahrstellen auswendig lernen

Was bleibt, ist alle gefährlichen Straßenstellen im wahrscheinlichen Prüfgebiet müssen geübt werden. In der Prüfung muss der Schüler eine ganze Stunde lang fahren und da kann viel geschehen. Bereits nach der ersten Gefahr, die der Schüler nicht erkannt hat, wird der Prüfer die Prüfung abbrechen, um den Prüfling nicht weiter zu gefährden. Ein solcher Fehler wird strenger gewertet als Fehler bei den Grundfahrübungen, die man meistens mit einer Wiederholung der Übung ausbügeln darf.

Vorteil mit Autoführerschein

Wenn man bereits einen Autoführerschein hat oder seinen PKW- und Motorradführerschein zusammen macht, ist das ein großer Vorteil und steigert die Sicherheit beim künftigen Motorradfahren ganz enorm.

Den Fahrlehrer verstehen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Fahrlehrer mit Ihnen zu lange in verkehrsarmen Gebieten übt oder zögert, Sie in die Prüfung zu lassen, fragen Sie ihn nach seinen Bedenken. Wichtig ist immer, dass zielgerichtet und mit System geübt wird und das auf dem dafür am besten geeigneten Gelände.
Um die Qualitäten Ihres Fahrlehrers besser einschätzen zu können, lesen Sie auch die Hinweise für PKW-Schüler, die in vielen Fällen sinngemäß ebenso für Motorradschüler gültig sind.

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