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Was kann ich selbst tun,
um Fehlerquellen zu beseitigen

Verkehrsübersicht und Sicherheit

Sicher Autofahren kann man nur, wenn man beides unter Kontrolle hat: Das eigene Fahrzeug und die Verkehrssituation. Wenn ein Fahrschüler die Fahrschule wechseln möchte, hat er oft auch allgemein noch Probleme beim Fahren. Damit der Neuanfang zum Erfolg führt, sollte er prüfen, was er selbst tun kann um, seine Chancen zu verbessern. Er sollte feststellen, wobei er unsicher ist und was die Ursache dafür sein könnte.

Übersicht durch Erfahrung

Die häufigste Ursache für Unsicherheit ist ein Mangel bei der Übersicht und der Grund für diesen Mangel an Übersicht ist zu wenig praktische Erfahrung im Straßenverkehr. Es fehlt nicht an Talent, sondern einfach nur an praktischer Erfahrung. Ganz entscheidend ist auch, wie schnell man eine Verkehrssituation erfasst, denn die Situation ändert sich ja ständig und das erkannte Bild ist oft in wenigen Sekunden nicht mehr gültig. Um dieses Erkennen zu verbessern hilft nur eines: Übung!

Beispiel Radfahrer

Wenn ein geübter Fahrradfahrer eine Kreuzung überqueren will, hat er ein sicheres Gefühl dafür, wie kräftig er in die Pedalen treten muss und welche Zeit er benötigt, um die Straße zu überqueren. Gleichzeitig kann er sicher abschätzen, welche Strecke das von rechts kommende Auto in der Zeit zurücklegt und wie nahe es kommen wird. Jede Situation ist anders und es kommt auch darauf an, was man vorhat. Wenn man nach links abbiegen will, ist die Situation eine andere, da man nicht so schnell beschleunigen kann und anschließend von einem von rechts kommenden Auto eingeholt werden könnte. Bei einem von links kommenden Auto kann man eher fahren, da man dessen Fahrspur schneller überquert hat. Für solche Situationen benötigt man ein sicheres Bauchgefühl, man muss wissen, dass der Entschluss ohne Risiko ist. Und diese Gewissheit muss sofort da sein und genutzt werden, sonst ist sie nicht mehr gültig. Man muss die Gelegenheit zum Fahren "kommen sehen". Nur mit dieser Sicherheit kann man auch gute Gelegenheiten zum Fahren erkennen und diese nutzen.

Bauchgefühl durch Erfahrung

Diese Erfahrung, das sichere "Bauchgefühl", ist keinem angeboren. Es ist eine Frage der gesammelten Erfahrungen. Mancher ist immer selbständig mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, während ein anderer von seiner Mutter hingefahren wurde. Man hat mehr Erfahrung, wenn man bereits viel Fahrrad oder Mofa gefahren ist, als immer nur mit der S-Bahn.


Warum haben manche Fahrschüler wenig Erfahrung?

Wenn man in einer Stadt die Straße überqueren möchte, akzeptiert man einen kleinen Umweg, um an der Fußgängerampel die Straße sicher zu überqueren oder benutzt eine Über- oder Unterführung. Das lernen viele schon als Kind. Dieses Verhalten ist ja lobenswert und richtig, doch wir benutzen dabei einen geschützten Korridor und sind praktisch keine Teilnehmer am Straßenverkehr mehr. Wenn eine Frau von ihrem Mann mit dem Auto zum Frisör oder Arzt gefahren wird, nimmt sie auch nur indirekt am Straßenverkehr teil. Wäre sie mit dem Fahrrad gefahren, hätte sie dabei einige Male eine Straße überquert.
Besonders in den Städten gibt es immer mehr Ampeln, Fußgängerzonen und geschützte Bereiche für Fußgänger und Radfahrer. Wenn man auf dem Lande oder in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, hat man oft mehr Verkehrserfahrung, weil man weniger geschützt war und mehr aufpassen musste.
Diese Ausführungen sollen erklären, welche profanen Gründe oft die Ursache sind, dass manche Fahrschüler mehr Schwierigkeiten haben. Vielleicht sind diese Umstände auch nur ein Teil der Ursachen.
Seien Sie überzeugt, dass bisherige Misserfolge nicht auf Talentmangel zurückzuführen sind. Prüfen Sie pragmatisch Ihre bisherige Erfahrung, erkennen Sie die wahren Ursachen und finden Sie die richtige Strategie, um diese zu beseitigen.


Erfahrung als Fußgänger

Wenn man es gewohnt ist, als Fußgänger aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen, trägt das viel zur Verkehrstüchtigkeit bei. Eine gute Übung ist, als Fussgänger eine einigermaßen belebte Straße zu überqueren. Ob man Fußgänger ist oder ein Mofa oder ein größeres Kfz. fährt, die Anforderung ist die gleiche. Man trägt die volle Verantwortung und erkennt die Unfallgefahr.
Wenn Sie als Fußgänger eine belebte Straße überqueren, werden Sie feststellen, dass die Situation nicht viel anders ist als beim Autofahren. Ein kleiner Fehler, ein Blick zu wenig, kann für einen Fußgänger den Tod bedeuten. Prüfen Sie, ob Sie dieses Risiko beherrschen oder ob es bei Ihnen Angst auslöst und die Ursache von Unsicherheit sein könnte. Es geht nicht darum, zu lernen wie man eine Straße überquert, sondern die Situation und sein Handeln völlig sicher unter Kontrolle zu haben. Jede neue Situation ist wieder anders, der Blick wird geschult und mit jeder neuen Situation lernt man, diese schneller zu erfassen. Es kann vorkommen, dass man auf den letzten Metern manchmal sehr schnell werden muss, um nicht überfahren zu werden und manchmal hat man noch viel Zeit übrig. Die Gewohnheit, als Fußgänger Straßen zu überqueren, kann mehr bewirken als viele für möglich halten, besonders wenn es darum geht, die Übersicht zu verbessern.

Auf sich allein gestellt

Als Fußgänger hat man keinen hinter sich, der ungeduldig hupt, aber man hat auch keinen Fahrlehrer der eingreifen kann, wenn man einen Fehler macht. Man geht deshalb nicht mit Angst über eine Straße, sondern wartet auf eine Gelegenheit, die man als 100%-sicher einschätzen kann. Beim Überqueren merkt man dann, wie sicher die Entscheidung war. Allmählich wird man immer sicherer und kann Gelegenheiten nutzen, die vorher zu gewagt erschienen sind. Die Fähigkeit, auch schwierigere Situationen schnell zu erfassen, verbessert sich stetig. Jede aktive Teilnahme am Straßenverkehr ist ein Gewinn an Erfahrung.

Was also tun?

Leider gibt es in Deutschland keinen Übungsführerschein, mit dem man in Begleitung eines Führerscheininhabers auf öffentlichen Straßen üben darf. Das ist auch richtig so, denn der Beifahrer hätte im Notfall keine Möglichkeit einzugreifen. Trotzdem können Sie sehr viel bewirken und Ihre Ausbildung in der Fahrschule erheblich unterstützen, indem Sie sich ein Fahrrad anschaffen und öfter im Stadtverkehr radfahren. So bekommen Sie auch im dichten Verkehr eine Art "Zuhause-Gefühl" und sportlich gesehen, ist das auch eine prima Aktion. Lernen Sie, sich im "Haifischbecken" Straßenverkehr zu behaupten und nutzen Sie dazu jede Gelegenheit.

Schwierigkeiten nicht aus dem Weg gehen

Am besten benutzt man mit dem Fahrrad Straßen ohne Radwege und man sollte sich dabei mutig nach den Verkehrsregeln verhalten und sich z. B. beim Linksabbiegen bis zur Straßenmitte einordnen. Wichtig ist, unbequeme Übungen, wie Linksabbiegen und das Überqueren von Vorfahrtstraßen vorrangig anzugehen.
Wenn Sie bisher wenig Erfahrung als Rad- oder Mofafahrer haben, bedenken Sie, dass ein geübter Radfahrer Ihnen mindestens 1000 Stunden Verkehrserfahrung voraus ist. Auch wenn Sie bisher nur wenig Erfahrung im Straßenverkehr haben sollten, können Sie mit etwas Aufwand Ihre Fähigkeiten schnell verbessern. Jede gemachte Erfahrung ist ja nicht nur für die Prüfung, sondern trägt auch später immer noch ihre Früchte.

Auf dem Weg zum Erfolg

Sehen Sie das Problem rein technisch. Wo hakt es? Was will ich verbessern? Es hilft nicht, wenn Sie mit dem Fahrschulwagen "durch die Gegend" fahren. Die Schwachpunkte müssen gezielt angegangen werden. Übernehmen Sie einen Teil der Verantwortung und sagen Sie Ihrem (neuen) Fahrlehrer, was Sie üben und verbessern wollen.